Fünf Fragen an: 1000 Meilen Wind

Bitte ergänze: Die Welt ist …

… so groß, dass wir oft den Blick für das Schöne direkt vor unserer Haustür verlieren.

Wenn du 70 bis, dann bist Du wer und wo genau?

Ich denke, mit 70 werde ich immer noch der sein, der ich heute bin, vielleicht etwas ergraut und sesshafter. Und am ehestes sehe ich mich dann auf einer Bank, vor einem alten Haus mit Ausblick in eine wunderschöne Landschaft.

Dein Umfeld hält Dich für?

Ich denke die eine Hälfte hält mich für deutlich mutiger als ich in Wirklichkeit bin und die andere Hälfte für deutlich spießiger.

Was waren deine größten Ängste von damals und wie denkst du heute darüber?

Meine größte Angst bevor ich an Bord der TRES HOMBRES gegangen bin, war, dass ich einsam sein könnte. Zwar war ich mit 15 anderen Menschen auf engstem Raum unterwegs, aber vielleicht kann man sich in einer solchen Situation viel leichter einsam fühlen, als wenn man mit wechselnden Leuten unterwegs ist.

Ich denke heute immer noch, dass dies eine der größten Herausforderungen an meiner Reise war. Viel größer als Wind und Wellen.

Was war das Überflüssigste, was du je auf einer Reise dabei hattest?

Tatsächlich kann ich bei diesem typischen Missgeschick gar nicht so richtig mithalten. Ich war schon immer mit kleinem Gepäck unterwegs, früher oft auf Wanderungen. Da lernt man eigentlich von der Pike auf, bloß nicht zu viel mitzunehmen. Viel häufiger ist es mir passiert, dass ich irgendwas wichtiges nicht dabei hatte. Zum Beispiel kein Handtuch, ein Klassiker.

Fünf Fragen an: Fräulein Draußen

Was fehlt Dir, wenn Du unterwegs bist/wenn Du reist?

Meine Jogginghose, mit der ich in meiner heimischen Küche stehe, Musik höre, Rotwein schlürfe und irgendwas mit Kartoffeln koche, während die Sonne vorm Fenster über dem Münchner Olympiapark untergeht.

Wenn Du 70 bist, dann bist Du wer und wo genau?

… dann bin ich (hoffentlich) einer dieser unglaublich fitten Rentner, die mich beim Bergsteigen in den Alpen regelmäßig überholen.

Was war das Dümmste, was du je auf einer Reise gemacht hast?

Ohne Wanderschuhe in den Wanderurlaub zu fahren war zumindest nicht so wirklich klug.

Jeder kennt so etwas: der gruseligste Ort an dem du je geschlafen hast?

„Gruselig“ ist vielleicht das falsche Wort, aber alleine in einem kleinen Zelt in der Wildnis Alaskas zu liegen war schon etwas nervenaufreibend.

Bitte ergänze: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich…

… Bruno dem Braunbären sagen, dass er mal lieber nicht nach Bayern kommen soll.

Fünf Fragen an: Life is a Trip

Was fehlt Dir, wenn Du unterwegs bist/wenn Du reist?

Das ist ja das Tolle: Nichts, aber auch wirklich gar nichts! Und jedes Mal bin ich davon aufs Neue überrascht.

Bitte ergänze: Die Welt ist…

Für mich persönlich ist die Welt eine unergründliche Schatzkiste voller Geschichten.

Was waren deine größten Ängste von damals und wie denkst du heute darüber?

Ich war mir lange nicht sicher, was aus mir mal werden sollte. Das hat mir oft Sorgen bereitet, da ich nicht wusste, wie ich mich durchs Leben schlagen soll. Doch dann habe ich die Herausforderung angenommen und einfach alles ausprobiert, wozu sich mir die Gelegenheit bot. So hat sich schließlich von ganz alleine ergeben, was ich mit meinem Leben anfange. Und ich bin im Rückblick froh, dass es genau so gelaufen ist!

Was war das Dümmste, was du je auf einer Reise gemacht hast?

Ganz ehrlich: Ich habe mich auf Reisen schon so oft doof angestellt, dass die Wahl wirklich schwer fällt! Vermutlich aber war es der Moment, in dem ich mit dem Rücken zur Fahrtrichtung auf dem Dach eines Busses in Guatemala Gitarre spielte. Hätte mich nicht ein befreundeter Amerikaner mit einem urplötzlichen Hechtsprung vor der tiefhängenden Telefonleitung gerettet, würde ich diese Zeilen hier vermutlich nicht schreiben.

Was war dein lustigstes / kuriosestes Fortbewegungsmittel?

Auch hier habe ich ein wirklich buntes Sammelsurium anzubieten! Mit Schrottkarren durch Osteuropa oder Südamerika, mit dem Motorrad durch Indien, auf einem selbstgebauten Floss in Thailand. Und dann hat man mich sogar mal in Kuba einen ganzen Zug steuern lassen! Unvergleichlich allerdings bleiben die 4000 Kilometer durch Südostasien, die ich in einem alten Tuk Tuk zurückgelegt habe, das alle paar Kilometer den Geist aufgab.

Fünf Fragen an: Boarderlines

Was fehlt dir, wenn du unterwegs bist/reist?

Erstmal nichts, weil Freiheit und Neugierde euphorisieren.

Dann Freunde, nach einer Weile in einfachen Verhältnissen frische Bettwäsche und irgendwann abwechslungsreiches Essen.

Dein Umfeld hält dich für?

Sanft, wild, kindisch, tiefgründig, albern, emotional und einen guten Freund.

Was waren Deine größten Ängste von damals und wie denkst du heute darüber?

Meine größten Angsterlebnisse habe ich beim Wellenreiten erfahren. Die Angst zu ertrinken und heute stecke ich in einem Lernprozess: Ich muss nicht surfen, wenn ich  nicht will bzw. die Angst zu groß ist. Aber ich kann 🙂 Ich kann meine Komfortzone verlassen, mit Angst spielen, meinen Körper in Aufregung versetzen, etwas erleben, aber es ist okay, sich dagegen zu entscheiden.

Was war das Dümmste, was du je auf einer Reise gemacht hast? 

Einem Bettler ein Brötchen angeboten – auf Sumatra während des Ramadan 🙂   – Padang, die größte Stadt Sumatras ein paar Stunden vor der Fähre auf die Mentawaii Inseln. Ein Mann rief wie wild und deutete auf mein Brötchen. Ich dachte, er hat Hunger. Also bin ich hin und habe ihm mein Brötchen angeboten. Ab da war für ihn klar, dass der Teufel in Person vor ihm steht. Lange 5 Sekunden später hat es klick gemacht (Verdammt, Ramadan!!!), ich habe mich entschuldigt, geschämt und gehofft, dass ich jetzt nicht gelyncht werde.

Der gruseligste Ort, an dem du je geschlafen hast?

Ein verlassener Busbahnhof in Santo Domingo, bewacht von zwei Gangstern mit Schrottflinten (diesen Wachdienst habe ich mir für nur 5 Euro erkauft). In einer Hütte in Mexico während eines Bürgerkriegs und an einem verlassenen Strand in Südafrika. Die Geistbegenung in Neuseeland erwähne ich jetzt nicht, sonst hält mich ja jeder für verrückt.

Startschuss

Nach vielen Gesprächen mit Reise- und Outdoorbloggern und nach intensiver Recherche, Konzeption als auch Planung möchten wir Euch heute das erste Travel Festival in Leipzig verkünden.

 

Wir sind gespannt, unsere Blogger und Filmemacher sind begeistert und was seid IhrErgriffen? Himmelhochjauchzend? In freudiger Erwartung?

Alle Informationen zum Travel Festival Leipzig findet Ihr hier.

 

Und natürlich wollen wir Euch die ersten Rahmendetails zum Festival nicht vorenthalten:

Termine: 19. und 20.01.2018

Ort: Westbad Leipzig

Programm: Eine bunte Mischung aus Reise- und Abenteuerberichten gepaart mit packenden Filmbeiträgen, international cuisine, Begleitausstellung und Abschlussparty mit Live Band